 |
         |

| Review - Tyrants And Wraiths |
| |
| Stormbringer |
4/5 points |
Groß war sie, die Enttäuschung,
als PUNGENT STENCH die Segel strichen. Auch die Ankündigung
wonach Martin Schirenc immerhin mit HOLLENTHON weiterhin
Musik machen wollte, linderte den „Schmerz“
nur bedingt. Zum Glück folgten auf die Worte auch
Taten und Mr. Schirenc begann, HOLLENTHON tatsächlich
zu forcieren. “Opus Magum“ erwies sich als
überaus gelungenes Werk und – siehe da –
der nächste Streich folgt bereits jetzt!
Und zwar handelt es sich bei “Tyrants and Wraiths“
um eine EP, die aus vier Songs und zwei Videos besteht.
Besonders auf die vier neuen Songs dürften die HOLLENTHON
Fans schon sehnsüchtig gewartet haben. Und eines
wird klar: HOLLENTHON machen genau dort weiter, wo sie
aufgehört haben! Und diese Feststellung ist als Kompliment
zu vertehen! “Tyrants and Wraiths“ ist so
ein Song, der als Paradebeispiel für das Hollenthonsche
Liedgut aus der post-Pungent Stench Ära gelten kann.
Die Mischung aus dickem Groove und orchestralen Elementen
bleibt zu jedem Zeitpunkt eingängig. Zudem bleibt
die Chose eindeutig “Metal“, obwohl die klassischen
Elemente omnipräsent sind. Wenn THERION wieder metallischer
zu Werke gehen würden, so würden sie einen Song
wie das darauf folgende “Innocent Sin“ schreiben.
Hypnotische Riffs folgen einem orchestralen Beginn, bis
die klassischen Elemente wieder verstärkt werden.
Dieses Zwischenspiel der sich nur vermeintlich negierenden
Welten funktioniert auch hier prächtig. Auch “Deathly
Dirges“ wird die Fans der Band absolut zufrieden
stellen. Die typischen Trademarks der Band bleiben auch
hier erhalten, wenngleich der Song etwas brutaler ausfällt
als man dies gewohnt sein mag. Wohltuend erfrischend ist
der abschließende Track “Of Hollow Men“:
Zu Beginn setzt Sprechgesang ein, woraufhin eine dunkle
Atmosphäre aufgebaut wird. Daraufhin entwickelt sich
der Song zu einem Midtempostampfer, bei dem es sogar starken
Klargesang zu hören gibt.
“Tyrants and Wraiths“ kann ich demnach eindeutig
empfehlen. Was beim ersten Durchlauf noch sperrig wirkt,
kann bereits beim zweiten Hördurchgang leicht erschlossen
werden. Die Songs sind trotz dieser Mischung aus Klassik
und Metal (und demnach auch zwangsläufig aus Atmosphäre
und Härte) nie überladen, sondern offenbaren
einem den berühmten roten Faden, sofern man ihn denn
finden will. HOLLENTHON haben sich ihren eigenen Stil
erschaffen, der inzwischen auch absolut authentisch wirkt.
Übrigens sollten nicht nur Herr Schirenc und seine
Mitmusiker gelobt werden. Auch die Texte aus der Feder
von Frau Schirenc können sich absolut sehen/lesen
lassen! Auch dies sollte man mal lobend erwähnen.
Mit einem Wort: Bravo!
|
|
|
|